Das Ausgangswasser
Als Ausgangswasser und für die ständigen Wasserwechsel benutzen wir Leitungswasser aus der Entnahmestelle des Harzwassers. Im Frühjahr 2005 hatte unser Ausgangswasser einen pH Wert von über 9!
Dies war bei den Wasserwechseln natürlich ein großes Problem. Mit der Zitronensäuredosierung bekamen wir das Problem aber schließlich in den Griff. Folgend ein paar Parameter dazu:
| Parameter Harzwasser | Einheit |
Grenzwert |
Messwert |
| Elektrische Leitfähigkeit (20°C) | µS/cm |
2500 |
142 |
| pH-Wert | - |
6,5 - 9,5* |
8,94 |
| Ammonium | mg/l |
0,5 |
‹ 0,004 |
| Nitrit | mg/l |
0,1 (0,5) |
0,003 |
| Nitrat | mg/l |
50 |
4,6 |
| Chlorid | mg/l |
250 |
7,9 |
| Sulfat | mg/l |
240 |
26,2 |
| Härtebereich | - |
- |
1 |
| Gesamthärte | °dH |
- |
3,0 |
| Karbonathärte | °dH |
- |
1,6 |
Unser Teichwasser
Folgende Parameter wurden am 02. Juli 2005 mit der IKS und Tröpfchentests gemessen:| Parameter Koiteich | Einheit |
Messwert |
| pH-Wert | - |
7,05* |
| Ammonium | mg/l |
0 |
| Nitrit | mg/l |
0 |
| Nitrat | mg/l |
10 |
| Gesamthärte | °dH |
5 |
| Karbonathärte | °dH |
3 |
Um eine gute Wasserqualität für die Koi gewährleisten zu können, filtern wir das Wasser wie unter dem Punkt Technik beschrieben. Zusätzlich wechseln wir pro Woche 2000 bis 3000 Liter Wasser. Das macht im Jahr einen Wasserwechsel von 300 bis 450% des kompletten Teichwassersvolumens.
Da wir anfänglich unsere Filteranlage unterdimensioniert haben, waren die Wasserwerte nicht im koigerechten Bereich. Um weiter Freude an diesem schönen Hobby zu haben, blieb uns nichts anderes übrig, als die vorhandene Filteranlage zu erweitern.
Mein Fazit zum Thema Wasserqualität:
- Regelmäßiger Wasserwechsel ist ein Muss!
- Die Filteranlage von Anfang an etwas größer dimensionieren. So kann man sich eine aufwändige Filteranlagenerweiterung oder sogar einen Filterneukauf ersparen.
Die Wasserparameter
Um die Gesundheit unserer Koi zu erhalten, achte ich darauf, das die Wasserparameter im koigerechten Bereich liegen. Die Wassertemperatur und den pH Wert messe ich mit der IKS-Steuerung. Die anderen Parameter wie Sauerstoff, Nitrit, Nitrat, Amonium, Karbonathärte, Gesamthärte und Phosphat werden bei Bedarf mit einem Tröpfchentests gemessen.
Stressvermeidung
Außer der Wasserqualität sollte man zusätzlich darauf achten, das der Koi nicht ständigem Stress ausgesetzt ist. Ein Koi ist immer noch ein Karpfen und ein Karpfen liebt trübes Wasser, er liebt es zu gründeln und er versteckt sich bei Gefahr. In einem Koiteich sieht das leider meist ganz anders aus. Der Koibesitzer möchte glasklares Wasser um seine Schützlinge gut sehen und beobachten zu können. Das Gründeln geht leider auch nicht, weil meist kein Bodensubstrat im Teich vorhanden ist.Ich finde aber, dass ein Koibesitzer seinen Koi Versteckmöglichkeiten anbieten sollte. Das können Pflanzen, schwimmende Pflanzinseln, aber auch eine Brücke über den Teich sein. Ich bevorzuge Schwimmpflanzen wie Wassersalat, Wasserhyazinthen oder das Tausendblatt, die nicht nur als Versteckmöglichkeiten dienen, sondern auch den Teich beschatten und das Wasser filtern. Zusätzlich werden die Pflanzen zum Ablaichen genutzt. Da es schwierig ist die tropischen Wasserhyazinten und den Wassersalat zu überwintern, ist das Tausentblatt mein persönlicher Favorit unter den schwimmenden Wasserpflanzen.
Diverse Mittel und Mittelchen
Nachdem ich die ersten Jahre auch das ein oder andere Mittel gegen Algen und zur Wasseraufbereitungs ausprobiert habe, vertrete ich jetzt den Standpunkt, das man nur bei wirklichem Bedarf, dem Teich irgendwelche Mittel zugeben sollte.Impressionen

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